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Chartanalyse Airbnb: Reiselust trotzt konjunkturellen Wolken

Chartanalysen Patrik Uhlschmied 0 Leser

Der Vermittlungs-Gigant Airbnb (ISIN: US0090661010) hat mit seinen im Februar 2026 vorgelegten Zahlen zum vierten Quartal 2025 ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 12% auf 2,8 Mrd. USD und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) musste das Unternehmen jedoch Federn lassen: Mit 0,56 USD lag dieser unter dem Vorjahreswert von 0,73 USD, was primär auf geplante Investitionen in neue Wachstumsmärkte und KI-Integrationen zurückzuführen ist. Ein echtes Highlight bleibt die Cash-Generierung. Der Free-Cashflow summierte sich im Gesamtjahr auf beeindruckende 4,6 Mrd. USD, was einer stabilen Marge von 38% entspricht. Als zentrale operative Kennzahl glänzte das Gross Booking Value (GBV), welches um 16% auf 20,4 Mrd. USD anstieg – das stärkste Wachstum seit über zwei Jahren. Hinter dieser Entwicklung steht die erfolgreiche Einführung neuer Features wie „Reserve Now, Pay Later“, das die Konversionsrate deutlich steigerte. Auch die internationale Expansion, insbesondere in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum, trägt Früchte. Der Ausblick für das erste Quartal 2026 fällt mit einer Umsatzprognose von bis zu 2,63 Mrd. USD (+14% bis 16%) sehr optimistisch aus. Airbnb wandelt sich zusehends von einer reinen Übernachtungsplattform zu einem KI-gestützten Reise-Ökosystem, was langfristig die Margen stützen dürfte.

Aus charttechnischer Sicht kristallisiert sich seit dem IPO im Jahre 2020 bei Airbnb eine sich stets verengende Seitwärtskonsolidierung in Form eines Keils heraus. Erfolgt hier der Ausbruch, könnte eine jahrelange Korrektur oder Aufwärtsbewegung eingeleitet werden. Die obere Begrenzung notiert bei den letzten lokalen Zwischenhochs bei ca. 142 USD. Die untere Begrenzung befindet sich bei ca. 114 USD. Steigt die Aktie über die obere Begrenzung an, sind die nächsten Kursziele bei 164 und 190 USD zu finden. Unter 114 USD droht ein Rücklauf bis 100 USD, gefolgt von 80 USD. Ich bleibe an der Seitenlinie und warte einen Breakout ab.

Bevorzugtes Szenario: Abwarten.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.