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Chartanalyse State Street Corp: Rekordwerte im Schatten vorsichtiger Prognosen

Chartanalysen Patrik Uhlschmied 57 Leser

Die State Street Corp (ISIN: US8574771031) präsentierte im Januar 2026 ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 und übertraf dabei die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% auf 3,67 Mrd. USD. Besonders beeindruckend entwickelte sich der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS), der mit 2,97 USD deutlich über dem Vorjahreswert von 2,60 USD lag (+14%). Ein zentraler Wachstumstreiber war das Dienstleistungsgeschäft: Die verwahrten Vermögenswerte (AUC/A) erreichten mit 53,8 Bio. USD einen neuen historischen Höchststand, während die verwalteten Vermögenswerte (AUM) auf 5,7 Bio. USD stiegen. Trotz eines Rückgangs im operativen Cashflow auf 7,90 Mrd. USD bleibt die Kapitalbasis solide. Das Unternehmen gab im vierten Quartal 635 Mio. USD über Dividenden und Aktienrückkäufe an seine Aktionäre zurück. Hinter diesen Rekordzahlen steht eine erfolgreiche Strategie im Bereich der „Agentic AI“ und digitaler Assets, die State Street half, trotz Marktvolatilität Marktanteile zu gewinnen. Dennoch reagierte der Aktienkurs zunächst verhalten. Grund hierfür ist der Ausblick für 2026: Das Management rechnet mit einem moderateren Wachstum der Gebühreneinnahmen von 4% bis 6% und leicht steigenden Kosten. Die „Story“ für das kommende Jahr wird somit von Effizienzsteigerungen und der Bewältigung des Zinsumfelds geprägt sein, um die operative Hebelwirkung beizubehalten.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich State Street Corp. innerhalb einer übergeordneten Aufwärtsbewegung. Vor einigen Wochen wurde hierbei ein erneutes (Aufwärts-)Trendfortsetzungssignal generiert, indem die Aktie aus der mehrjährigen Keilformation nach oben ausgebrochen ist. Nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen ist die Aktie jedoch unter Druck geraten, was für die Bildung eines neuen lokalen Zwischenhochs sprechen könnte. Die nächsten relevanten Unterstützungen befinden sich bei 114 USD, gefolgt von 100 und 86 USD. Die Auffangzone bei 100 USD stellt einen spannenden Bereich für einen möglichen Long-Einstieg dar. Hier befinden sich die letzten lokalen Zwischenhochs in Kombination zum Pullback-Niveau der zuvor durchbrochenen Keilformation. Das Verhalten in der Slow Stochastik stützt das untergeordnete Korrekturszenario aufgrund der massiv überkauften Situation.

Bevorzugtes Szenario: Pullback zu 100 USD abwarten.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: -.