Diese zwei Neo-Darvas Aktien sollte jeder Trader kennen!
Hallo Investoren, Hallo Trader
Bevor wir uns heute zwei Neo-Darvas Aktien ansehen, könnt ihr euch sogleich entscheiden, ob ihr den Artikel lieber lesen oder ob ihr ihn euch lieber auf You-Tube ansehen wollt.
Die Neo-Darvas-Strategie von TraderFox, geht auf den ungarischen Tänzer Nicolas Darvas zurück, der seine Erfolgsgeschichte in zwei Büchern niederschrieb. Sein Handelsansatz basiert auf einer Trendfolgestrategie. Ein berühmtes Zitat von Darvas beschreibt seine Strategie sehr gut. So sagte er einmal: „Der einzige solide Grund eine Aktie zu kaufen besteht darin, dass sie steigt!“ In seinem 1960 erschienenen Bestseller "How I Made 2,000,000 $ in the Stock Market" beschreibt der Ungar in sehr unterhaltsamer Schreibweise wie er mit wenig Zeitaufwand während seiner Tanz-Karriere über 2.000.000 US-Dollar verdiente. Die Bücher von Nicolas Darvas liegen mittlerweile als deutsche Übersetzung vor.

Wir bei TraderFox haben ein Basis-Screening mit dem Namen Neo-Darvas entwickelt, das sich stark an dem Trendfolge-Ansatz von Nicolas Darvas orientiert. Dabei kommen nur Titel in Frage, die seit dem Halbjahrestief mindestens 70 % zugelegt haben und die in den letzten 20 Handelstagen ein neues 52-Wochenhoch markierten. Mit dem Neo-Darvas-Ansatz ist man als Trader also immer genau da, wo gerade die Musik spielt. Zu beachten ist allerdings, dass bei diesem Ansatz die Volatilität sehr hoch ist. Wie immer will ich darauf hinweisen, dass es sich bei dem Artikel nur um meine eigene Meinung handelt und der Artikel keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgend eines Wertpapieres darstellt. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken behaftet.
Nicolas Darvas setzte auf Aktien, die nahe ihrem Allzeit- oder Mehrjahreshoch notierten. Sei Credo lautete "kaufe teuer, verkaufe teurer". Dahinter steckt die Philosophie, dass sich Aktien in Trends bewegen. Wenn eine Aktie auf Allzeithoch notiert, muss dahinter ein fundamentaler Grund stecken. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser fundamentale Grund, die Aktie auch noch in einigen Wochen oder Monaten positiv beflügelt. Warum also sollte der Aufwärtstrend genau dann kippen, wenn wir kaufen? Ein wichtiges Element der Darvas-Strategie sind die sogenannten Darvas-Boxen.
Darvas schreibt: „Bei einer Untersuchung des Aktiencharts konnte ich die Auswirkungen dieses Widerstandes in grafischer Form erkennen. Der Kurs eine Wertpapiers steigt auf ein bestimmtes Niveau. Dann, als ob er gegen eine unsichtbare Obergrenze stößt, prallt er wie ein Tennisball ab und landet auf dem Weg nach unten auf einem bestimmten Bodenniveau, prallt wieder nach oben ab, nur um wieder an den gleichen Widerstand wie zuvor zu stoßen. Ich begann zu verstehen, dass dieser Effekt eine oszillierende Bewegung innerhalb eng definierter Grenzen zur Folge hat, wie ein Gummiball, der in einem Glaskasten auf und ab springt.

Und so gehe ich dabei vor!
Um das Template aufzurufen, melde ich mich bei www.traderfox.de an. Dann gehe ich auf das Tool AKTIEN-RANKINGS und wähle unter dem Reiter „Templates“ das Neo-Darvas Basis-Screening aus. Das Tool AKTIEN-RANKINGS ist Teil der Abopaketes „TraderFox Morningstar“ und ist für 25 € im Monat erhältlich. Infos findet ihr unter folgendem Link: https://aktie.traderfox.com

Als Nächstes lade ich das Template und schon werden mir die voreingestellten Kriterien angezeigt. Als Aktienuniversum dienen die 2000 volumenstärksten US-Aktien. Wenn ich jetzt auf „scannen“ gehe, werden aktuell sehr viele Aktien, nämlich über 100 angezeigt. Ich konzentriere mich auf zwei Aktien, die nun zeitnah aus einer Darvas-Box ausbrechen könnten. Dies sind Cognex und Generac.
Generac [GNRC | WKN A0YGR4 | ISIN US3687361044] ist ein führender Anbieter von Notstromaggregaten und Backup-Energiesystemen. Die Produktpalette richtet sich dabei an Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Industrieanlagen sowie riesige Rechenzentren. Kernaufgabe all dieser Systeme ist es, eine zuverlässige und unterbrechungsfreie Stromversorgung exakt dann sicherzustellen, wenn das öffentliche Stromnetz überlastet ist oder aufgrund extremer Wetterereignisse komplett zusammenbricht.
Während das Unternehmen bei Anlegern in den letzten Jahren als US-Marktführer für private Notstromlösungen bei Eigenheimen bekannt wurde, vollzieht Generac aktuell einen bedeutenden strategischen Wandel. Unter CEO Aaron P. Jagdfeld wandelt sich das Unternehmen vom reinen Hardware-Hersteller zum integralen Akteur in der dezentralisierten Energiewende.
Die übergeordnete Vision des Managements ist dabei der Aufbau eines dezentralen Energienetzes, das klassische Generatoren, moderne Batteriespeicher und smarte Energiemanagement-Systeme nahtlos miteinander vernetzt. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 13 Mrd. USD.

Wachstums-Check
Die größten Treiber für das Kerngeschäft sind bei Generac die Häufung extremer Wetterereignisse und die Alterung des US-Stromnetzes. Allein im letzten Jahr summierte sich die Stromausfallzeit in den USA auf über 1,5 Mrd. Stunden. Hinzu kommen steigende Energiekosten. Generac will nicht nur Backup-Systeme für mehr Unabhängigkeit von den maroden Stromnetzen bereitstellen, sondern auch über das intelligente Energiemanagement eine transparente und effiziente Versorgung ermöglichen. Jeder größere Stromausfall ist kostenlose Werbung und treibt die Nachfrage.
Die Marktdurchdringung von Notstromaggregaten liegt in den USA aktuell bei 6,75 %. Generac verweist in der aktuellen Investorenpräsentation darauf, dass jeder weitere Anstieg der Penetrationsrate um 1 % einem zusätzlichen Marktvolumen von rund 4,5 Mrd. USD entspricht.
Daneben profitiert das Unternehmen zunehmend vom gigantischen Energiehunger der Künstlichen Intelligenz. KI-Rechenzentren sind zwingend auf absolute Ausfallsicherheit angewiesen. Damit entwickelt sich das gewerbliche und industrielle Geschäft (C&I) für Generac zum großen Wachstumsmotor. Im 4. Quartal, wobei die Zahlen am 10. Februar veröffentlicht wurden, verzeichnete das Unternehmen im C&I-Segment einen Umsatzanstieg von 9 % auf 358 Mio. USD. Auf das gesamte Jahr betrachtet wuchsen die weltweiten C&I-Produktverkäufe sogar um 10 %.
Aktuell gibt es in den USA bereits rund 35 Gigawatt an Diesel-Backup-Kapazitäten, die an Standorten wie riesigen Einzelhandelsketten ("big box stores"), Industrieanlagen und vor allem Rechenzentren installiert sind — das ist vergleichbar mit der Leistung von 35 Atomkraftwerken. Zwar zeigte sich die Nachfrage aus dem Telekommunikationssektor zuletzt aufgrund eines Mangels an extremen Stromausfällen eher schwach, doch der große Energieverbrauch der KI-Rechenzentren fängt dies mühelos auf. Im TraderFox Wachstums-Check bekommt die Aktie aktuell 10 von 15 Punkten.

Kursentwicklung
Die Aktie von Generac war während der COVID-Pandemie ein großer Star an der Börse, da es zusammen mit zunehmenden extremen Wetterereignissen eine massiv erhöhte Nachfrage der Privathaushalte nach den Generatoren des Unternehmens gegeben hatte. Eine Nachfragenormalisierung sorgte daraufhin für einen Einbruch des Aktienkurses um über 80 % vom im November 2021 markierten Allzeithoch. Nach einer mehrjährigen Seitwärtsphase konnte mit den Zahlen zum 4. Quartal der Widerstand bei 200 USD herausgenommen werden. Nun bildet die Aktie eine neue Darvas Box. Mit dem Ausbruch darauf bei 239 USD kann hier auf die Trendfolge gesetzt werden.
Cognex Corp. [CGNX | WKN 878090 | ISIN US1924221039] ist ein Spezialist für industriellen Automatisierung. Das Unternehmen entwickelt und verkauft Hardware und Software, die in der Fertigungs- und Logistikautomatisierung eingesetzt werden, um Teile zu prüfen, zu identifizieren und Roboter zu führen. Laut CEO Matthew Moschner will Cognex auch der "führende Anbieter von KI-Technologie für industrielle Bildverarbeitungsanwendungen werden“. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt aktuell bei 9,6 Mrd. USD.
Wachstums-Check
Die Aktie von Cognex generierte Mitte Februar ein riesiges Up-gap von gut 20 %. Der Grund ist in besser als erwarteten Quartalszahlen zu finden. Im 4. Quartal stiegen die Erlöse um 9,6 % auf 252 Mio. USD (Konsens: 238,9 Mio. USD) an. Der Nettogewinn verbesserte sich um 35 % auf 0,27 USD je Aktie (Konsens: 0,22 USD). Deutlich besser als erwartet fällt zudem die Umsatzprognose für das 1. Quartal mit 235 bis 255 Mio. USD (Konsens: 228,4 Mio. USD) aus. Zudem soll der Nettogewinn zw. 0,22 und 0,26 USD je Aktie (Konsens: 0,19 USD) betragen. Ein zentrales Merkmal des Unternehmens ist die hohe Bruttomarge von rund 67 %, die durch den hohen Softwareanteil und proprietäre Algorithmen durch die tiefe KI-Integration gesichert wird.
Die Cloudplattform OneVision soll bereits mit einer intuitiven Benutzeroberfläche und geführten Workflows die Entwicklung von Bildverarbeitungsanwendungen von Monaten auf Minuten verkürzen. Kunden können damit komplexe PC-basierte Systeme vor Ort ersetzen, um Bilder direkt an der Produktionslinie zu erfassen, das KI-Modell in der Cloud zu trainieren und es anschließend wieder am Netzwerkrand (Edge) einzusetzen. Am 28. Oktober wurde mit der „Solutions Experience" (SLX) eine strategisch wichtige neue Produktlinie anwendungsspezifischer Komplettlösungen mit KI-Bildverarbeitung für den Logistikmarkt gestartet. Dabei kann über das reine Hardwareangebot hinaus klassisches Barcode-Reading mit KI-gestützten Bildverarbeitungsaufgaben, etwa zur Erkennung leerer Behälter oder der Objektklassifizierung, in einem Gerät vereint werden. Kunden profitieren von einem reduzierten Hardwarebedarf und niedrigeren Wartungskosten. Zudem soll eine webbasierte Benutzeroberfläche eine einfache Bedienung ermöglichen und durch eine geringere Abhängigkeit von spezialisierten Ingenieuren für niedrige Eintrittshürden sorgen.
Bedient wird ein rund 7 Mrd. USD großer Markt, der im Zyklus um durchschnittlich 10 bis 11 % p. a. wächst. Im Zuge des Fünfjahresplans soll etwa die Anzahl der bedienten Kunden verdoppelt werden. Hierfür werden die Vertriebsteams umgestaltet, um Märkte und Regionen sowie auch gezielt kleine und mittelständische Unternehmen besser zu adressieren. Allein im Jahr 2025 konnten rund 9.000 neue Kunden gewonnen werden. Diese stammen aus den Endmärkten Elektronik, Automobilindustrie, Logistik, Halbleiterindustrie, Medizin und Konsumgüter. Im TraderFox Wachstums-Check bekommt die Aktie aktuell 13 von 15 Punkten.
Kursentwicklung
Ähnlich wie Generac erreichte Cognex das bisherige Allzeithoch im Jahr 2021. Dieses befindet sich bei 100 USD. Seither konsolidiert die Aktie, wobei im Jahr 2025 ein Mehrjahrestief bei 25 USD erreicht wurde. Seit Anfang des Jahres konnte sich die Aktie jedoch stark erholen und bildet aktuell eine neue Darvas-Box aus. Mit dem Ausbruch bei 60 USD kann hier auf die Trendfolge gesetzt werden.

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Ich wünsche euch eine gute Restwoche.
Bis zum nächsten Mal
Andreas Haslinger
Verwendete Tools:
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Eigenpositionen:
Verantwortlicher Redakteur Andreas Haslinger: Keine
