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19.06. 09:45

ROUNDUP: SMA Solar streicht Jahresziele zusammen - Aktie bricht ein


NIESTETAL (dpa-AFX) - Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar muss sich wegen schwacher Nachfrage deutlich kleinere Ziele für das laufende Geschäftsjahr setzen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte 2024 nur noch bei 80 bis 130 Millionen Euro und damit merklich unter der bisherigen Prognose von 220 bis 290 Millionen Euro liegen, wie der Konzern am späten Dienstagabend im hessischen Niestetal mitteilte. Die im MDax notierte Aktie brach am Mittwoch ein.

Die Aktie rutschte kurz nach Handelsbeginn um fast 30 Prozent ab und damit auf das tiefste Niveau seit Frühjahr 2022. Der jüngste Abwärtstrend beschleunigte sich noch einmal deutlich. Im laufenden Jahr hat die Aktie nun schon rund die Hälfte an Wert verloren.

Analyst Constantin Hesse von der Investmentbank Jefferies zeigte sich vor allem überrascht vom Ausmaß des gesenkten operativen Ergebnisziels. Damit liege man nun mehr als die Hälfte unter dem Marktkonsens, so der Experte. Er befürchtet, dass das Eigenheim-Geschäft der Nordhessen erstmals seit 2018 wieder rote Zahlen schreibt.

SMA Solar begründete die gekürzten Prognosen mit einem verzögerten Anstieg des Auftragseingangs, da die Lager von Kunden weiter voll seien. Diese müssten erst abgebaut werden, bevor neue Bestellungen aufgegeben werden. Hinzu kämen nun Unsicherheiten durch die Wahlen in Europa und in den USA.

Vor allem das Geschäft mit privaten und gewerblichen Solaranlagen entwickelt sich der Mitteilung entsprechend nicht wie geplant. Von SMA betreute industrielle Großprojekte bewegten sich hingegen im Rahmen der Erwartungen, hieß es.

Den Erlös erwartet der Vorstand dieses Jahr nun bei 1,55 bis 1,7 Milliarden Euro - bislang standen hier noch 1,95 bis 2,22 Milliarden Euro auf dem Zettel. Insgesamt würde SMA Solar deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen: Für 2023 hatte das Unternehmen einen Umsatz von gut 1,9 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 311 Millionen Euro gemeldet.

Der Halbjahresbericht soll unterdessen wie geplant am 8. August veröffentlicht werden./lew/ngu/niw/stk