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04.04. 12:08

Aktien Europa: Weitere Verluste - Banken unter Druck


PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag weiter nachgeben. Kräftige Verluste an der Wall Street und weiter sinkende US-Futures wiesen den Weg. Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 2,4 Prozent auf 4.990,66 Punkte. Außerhalb des Euroraums sah es ebenfalls trist aus. Der Schweizer SMI fiel um 2,74 Prozent auf 11.935,88 Punkte. Mit dem britischen FTSE 100 ging es um 1,77 Prozent auf 8.324,93 Punkte nach unten.

Damit hielt die Sorge an den Märkten wegen der US-Zollpolitik an. "Der neuerliche Zollschlag von Trump destabilisiert die Statik der Globalisierung als bislang zuverlässiges Fundament der Weltwirtschaft", betonte Kapitalmarktstratege Robert Halver von der Baader Bank und schloss: "Das ist aktive Wohlstandsvernichtung."

Besserung ist derzeit nicht in Sicht. "Solange Zoll-Drohungen die Live-Ticker dominieren und Deals ausbleiben, wird die wirtschaftliche Unsicherheit intakt bleiben und müssen Aktienmärkte mit erhöhten Kursschwankungen rechnen", prognostizierte Halver.

Zudem ließ der am Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht die Marktteilnehmer vorsichtig bleiben. Die Volkswirte der Helaba rechnen mit einem soliden Zahlenwerk. Auf die Zinssenkungserwartungen für die USA dürfte der Bericht keine großen Auswirkungen haben.

Die Entwicklung der Einzelsektoren ähnelte der am Vortag. Banken standen erneut unter Druck und folgten damit den internationalen Vorgaben. Die Aussichten auf eine konjunkturelle Delle ließen die Kurse von Werten wie BNP Paribas und Societe Generale , die seit Jahresbeginn kräftig gestiegen waren, nun einknicken.

Auch die konjunktursensiblen Rohstoff- und Ölwerte gehörten zu den Verlierern. BP gaben dabei um 2,4 Prozent nach. Der Verwaltungsratschefs des britischen Mineralölkonzerns, Helge Lund, hatte seinen Rücktritt angekündigt. Es bleibe abzuwarten, ob Lunds noch zu findender Nachfolger zu größeren Veränderungen bei der Strategie und auch im Management führen werde, hieß es dazu von den Experten der kanadischen Bank RBC. Im Versicherungssektor büßten Generali überdurchschnittliche 5,8 Prozent ein. Die Aktie reagierte damit auf eine Abstufung durch Morgan Stanley.

Besser hielten sich die defensiven Werte. An der Spitze der Einzelsektoren stand der Nahrungsmittelsektor. Danone kletterten gegen den Markt um 2,2 Prozent und markierten ein Fünfjahreshoch. Eine Hochstufung durch Morgan Stanley beflügelte den Wert. Auch andere Titel des Sektors wie Unilever hielten sich gut. Lediglich Nestle kamen mit leichten Verlusten nicht ganz mit, nachdem Morgan Stanley die Aktie abgestuft hatte.

Pharmawerte vermochten unterdessen nicht an die jüngsten Gewinne anzuschließen. Die Pharma- und die Halbleiterindustrie muss sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump bald ebenfalls auf happige Zölle gefasst machen. Diese würden bald eingeführt, sagte Trump vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One./mf/men