AKTIEN IM FOKUS: Fregatten-Wechsel lässt Rheinmetall einbrechen und TKMS steigen
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Des einen Freud, das anderen Leid: Ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" bewegt die Papiere von Rheinmetall und TKMS am Mittwoch deutlich. Während die im MDax enthaltenen TKMS-Aktien um mehr als elf Prozent auf gut 81 Euro hochschnellten, brachen Rheinmetall um mehr als zwölf Prozent auf 1.024 Euro ein. Sie rutschten auf das tiefste Niveau seit April vergangenen Jahres.
Laut dem Magazin plant Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, das Projekt zum Bau von Fregatten des Typs F126 nicht weiter fortzusetzen. Generalunternehmer sei der deutsche Schiffsbauer Naval Vessels Lürssen (NVL), der von Rheinmetall übernommen worden ist. Stattdessen habe sich Pistorius nun als Alternative für Fregatten des Typs Meko-200 von TKMS entschieden, so das Magazin.
Analyst David Perry von JPMorgan nannte diese Entwicklung "einen herben Rückschlag" für Rheinmetall. Die Düsseldorfer dürften nun die eigenen Vorgaben für den Auftragseingang im zweiten Quartal sowie im Gesamtjahr wohl nicht mehr erreichen. Der Experte bezifferte den Auftragswert auf rund 12 Milliarden Euro. Ob damit der Übernahme von Naval Vessels Lürssen durch Rheinmetall quasi die Geschäftsgrundlage entzogen werde, sei noch nicht zu entscheiden. Denn der Bund könne bei NVL ein anderes Kriegsschiff ordern oder das Unternehmen könne als Subunternehmer agieren./bek/nas
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