Devisen: Eurokurs kaum vor US-Zinsentscheidung kaum verändert
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Am Dienstag hatte die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg den Euro etwas gestützt. Neue Angriffe im Nahen Osten überschatten die laufenden diplomatischen Bemühungen und treiben die Ölpreise erneut in die Höhe. Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte US-Ziele in der Region angegriffen. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem Vergeltung für den jüngsten iranischen Angriff an.
Im weiteren Tagesverlauf richtet sich das Interesse der Anleger auf die Zinsentscheidung der Fed, die am Abend erwartet wird. Allgemein wird am Markt damit gerechnet, dass die US-Notenbanker den Leitzins weiter in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent halten werden.
Wegen eines Anstiegs der Ölpreise im Juli war die Diskussion über eine mögliche US-Zinserhöhung zuletzt stärker in Fahrt gekommen. "Auch die zweite Sitzung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh wird spannend", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Ihrer Einschätzung nach dürfte die Diskussion um mögliche Zinserhöhungen fortgeführt werden. Zumal die Probleme beim Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf und die US-Zölle zusätzliche Preisrisiken darstellen könnten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85635 (0,85550) britische Pfund, 186,27 (186,32) japanische Yen und 0,9332 (0,9319) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.004 Dollar. Das waren rund 25 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he