Infront EU 50III Kaufen
20.08. 15:04 6.424,06 -0,47%
Infront FrankreichIII Kaufen
20.08. 15:04 8.466,00 -0,41%
Infront GB 100III Kaufen
20.08. 15:04 10.716,67 -0,31%
Infront SchweizIII Kaufen
20.08. 15:04 14.328,36 -0,45%
20.08. 12:16

Aktien Europa: Leichte Verluste - JD Sports stark unter Druck


PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag kaum verändert tendiert. Die Märkte zeigten sich damit trotz positiver Vorgaben der internationalen Finanzplätze zurückhaltend.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Mittag 0,21 Prozent auf 6.431,01 Punkte. Außerhalb des Euroraums sah es ähnlich aus. Der Schweizer Leitindex SMI sank um 0,21 Prozent auf 14.356,24 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,17 Prozent auf 10.724,63 Punkte nachgab.

Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) werteten die zusätzlichen Anleihekäufe in den USA als Tropfen auf den heißen Stein. "Das Angebot an Staatsanleihen erhöht sich, weil die USA ihre Verschuldung ausweiten", hieß es von der LBBW. "Zudem benötigen die US-Technologiekonzerne Kapital, um ihre gigantischen KI-Investitionen zu finanzieren."

Hinzu kamen weiter steigende Ölpreise und die verfahrene Lage zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hatte US-Präsident Donald Trump mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg" gedroht. "Der Konflikt soll nicht mehr möglichst schnell beendet werden", hieß es dazu vom Analysedienst Index Radar. "Stattdessen soll der Iran wirtschaftlich schrittweise stärker unter Druck geraten."

Wenig überraschend legten daher Ölwerte zu. Auch Versorger gehörten zu den gesuchten Branchen, Bau- und Baustoffwerte knüpften an die Vortagesgewinne an. Unter den ebenfalls gefragten Autowerten ragten Michelin mit 1,9 Prozent Aufschlag hervor. Die US-Bank JPMorgan hatte das Kursziel von 35 auf 42 Euro angehoben und die Aktien von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Analyst Jose Asumendi begründete seine Zuversicht mit einer höheren Nachfrage nach Ersatzreifen für Lkw sowie strukturellem Wachstum bei High-Tech-Verbundwerkstoffen.

Am Ende des Feldes lagen dagegen die Einzelhandelswerte. Eine gesenkte Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026/27 schickte die Aktien von JD Sports auf Talfahrt. Sie sackten in London um rund 15 Prozent ab. Auch die Aktien anderer Branchenwerte gerieten unter Druck. Der britische Sportmodehändler hatte - wie vor rund anderthalb Wochen bereits der Schweizer Konkurrent On Holding - mit schwachen Umsätzen im zweiten Geschäftsquartal enttäuscht. Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank hob das schwache Geschäft in den USA hervor./mf/jha/