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14.09. 20:00

Aktien New York: Verluste eingedämmt dank leichter Entspannung bei Ölpreisen


NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben ihre Verluste am Montag im Handelsverlauf etwas eingedämmt. Der Leitindex Dow Jones Industrial drehte angesichts einer leichten Entspannung am Ölmarkt zeitweise sogar ins Plus. Zuletzt notierte der Leitindex aber wieder 0,14 Prozent tiefer bei 52.499 Punkten.

Beim marktbreiten S&P 500 stand ein Rückgang um 0,21 Prozent auf 7.641 Punkte zu Buche. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor noch 0,37 Prozent auf 29.260 Punkte. Ihn belastete weiter die Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), welche vor allem die Halbleitertitel nach unten zog.

Skeptisch zum Thema KI äußerten sich prominente Branchenvertreter. Nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass ein KI-Schwarm in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden US-Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet etwa Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen.

Aufkommende Forderungen nach einer Regulierung der KI-Technologie hatten sich bereits in Asien negativ auf die Kurse ausgewirkt. Der technologielastige südkoreanische Kospi war abgesackt. Auch in Europa machten die Anleger eher einen Bogen um Technologietitel .

Derweil gaben die Ölpreise einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder ab, nachdem Donald Trump mitgeteilt hatte, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Der US-Präsident nannte auf seiner Plattform Truth Social keine weiteren Details. Sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur "ein erster Schritt in Richtung Frieden" sein könnte. "Der Krieg muss beendet werden." Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Am US-Aktienmarkt blieben die Halbleiterhersteller und -zulieferer am stärksten unter Druck. So verloren ARM Holdings , Applied Materials , Marvell Technology und Micron zwischen 5,1 und 8,6 Prozent. Beim KI-Chip-Riesen Nvidia betrug der Kursrückgang 2,7 Prozent.

Experte Timothy Arcuri von der Bank UBS sprach von einem "neuen, erheblichen Risikofaktor", der in der Chipbranche die Aussichten trübe. Er glaubt zwar nicht an das Argument, dass es zu einer massiven, fundamentalen Verlangsamung der Bewegung kommen wird. Führende KI-Labore hätten schließlich erst kürzlich weitreichende neue Infrastruktur-Investitionen auf den Weg gebracht. Um die Erwartungen zu erfüllen, müsse man aber "von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen".

Von den Sorgen wegen des Tempos der KI-Entwicklungen profitierten hingegen die Anteilsscheine von Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit. Die Aktien von Crowdstrike , Palo Alto und Okta gewannen zwischen 12,6 und 15,4 Prozent./gl/jha/