Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt zu - Trump setzt bei KI auf Selbstkontrolle
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Vor den viel beachteten US-Inflationsdaten an diesem Nachmittag gewann der deutsche Leitindex 0,7 Prozent auf 25.580 Punkte. Das Tageshoch vom Dienstag bei etwas unter 25.620 Punkten, wo derzeit in etwa die gleitende 21-Tage-Linie als wichtiger kurzfristiger Trendindikator verläuft, rückt wieder nahe.
Der MDax
"Trump hat ein unmittelbares Risiko für KI-Investments entschärft", schrieb Marktexperte Stephen Innes und verwies darauf, dass der Präsident mit seinen Äußerungen am Dienstag der KI Spielraum lasse. Nach Beratungen mit Branchenvertretern habe der Präsident eine Präferenz für freiwillige Selbstverpflichtungen, Selbstregulierung und einen kleinen Aufsichtsausschuss statt eines umfangreichen staatlichen Regelwerks signalisiert. "Für Investoren war die Botschaft ziemlich eindeutig: Washington hat nicht vor, einen Regulierungslaster quer auf die KI-Autobahn zu stellen, gerade während die Branche kräftig aufs Gaspedal tritt."
Allerdings ist Innes selbst kritisch: Die Ironie dabei sei, dass sich die Sicherheitslage gerade dann verschlechtere, wenn die Regulierung gelockert werde. "Zudem erweisen sich leistungsfähigere Modelle als schwieriger zu überwachen, was die Selbstregulierung zu einer weitaus größeren Herausforderung macht, als es zunächst den Anschein hat."
Die Anleger blenden die Gefahren jedoch vorerst aus, zumal auch noch Konjunkturdaten aus China für Erleichterung sorgten. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe war im August knapp über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Politisch warnte China derweil die EU im Handelsstreit vor Konsequenzen, sollte Brüssel trotz laufender Gespräche handelspolitische Maßnahmen durchsetzen.
Die Ölpreise könnten angesichts der am Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten für August wieder etwas stärker in den Blick rücken. Die Daten sind ein wichtiger Faktor für den Zinskurs der Notenbank Fed./ck/mis