ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Steigende Ölpreise und Anleiherenditen haben den Anlegern an den wichtigsten Aktienmärkten der Eurozone am Mittwoch die Stimmung vermiest. Insbesondere französische Staatsanleihen standen unter Druck. Der Präsident der französischen Zentralbank, Emmanuel Moulin, sagte dazu, dass Frankreich mit Blick auf das Staatsdefizit durchaus in einer Risikozone sei und der Haushaltsplan für 2027 wichtig werde, um die Finanzmärkte zu beruhigen.
Der EuroStoxx 50
"Die Lage an den Anleihemärkten bereitet den Anlegern zunehmend Sorgen", konstatierte Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Gemeinsam mit den immer noch hohen Energiepreisen braue sich damit eine gefährliche Mixtur zusammen, die verstärkt auch die Aktienmärkte erfassen könnte, so Lipkow.
Die erneut verschärfte Lage an den Anleihemärkten belastete vor allem die europäischen Bankenwerte. So verbuchten die Aktien von BNP Paribas
Unter Druck standen auch Technologietitel. Vor den Zahlen asiatischer Halbleiterschwergewichte war Zurückhaltung zu spüren. Marktexperte Lipkow sieht darin die Unsicherheit reflektiert, "ob große Technologieunternehmen wie Samsung
Besser als der Gesamtmarkt hielt sich der Autosektor. Die Aussicht auf europäische Importbeschränkungen gegen Hybridautos aus China bremste das Verkaufsinteresse der Anleger. Die Europäische Union (EU) bereite Schutzmaßnahmen vor, die die Einfuhr chinesischer Hybridfahrzeuge in die EU begrenzen sollen, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Unter den Einzelwerten zogen die Papiere von Renault