13.10. 12:32

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APA ots news: Junge Industrie zu AMS-Chef Kopf: Ehrliche Pensionsdebatte statt Denkverbote

Fröschl: Kopf spricht aus, was die Zahlen längst zeigen. Wer
beim Antrittsalter weiter wegschaut, verschiebt die Rechnung
auf die junge Generation.

Wien (APA-ots) - Die Junge Industrie (JI) begrüßt die klaren Worte von
AMS-
Vorstandsvorsitzendem Johannes Kopf, der sich am Sonntag in der ORF-
"Pressestunde" für eine Anhebung des Pensionsantrittsalters
ausgesprochen hat. "Johannes Kopf spricht aus, was die Zahlen längst
zeigen. Ein Pensionssystem muss sich nach der Demografie richten und
nicht nach dem nächsten Wahltermin. Wer das ignoriert, verschiebt die
Rechnung auf jene, die heute ins Berufsleben einsteigen", sagt Eduard
Fröschl , Bundesvorsitzender der Jungen Industrie.

Die Rechnung läuft jeden Tag

Seit dem Pension Overshoot Day am 10. August läuft das
Pensionssystem rechnerisch nur noch auf Steuergeld - das sind 240
Millionen Euro pro Tag. Heuer müssen nach Berechnungen der Jungen
Industrie rund 34 Milliarden Euro aus dem Budget zugeschossen werden.
"Jeder Tag, an dem die Politik die Pensionsfrage vertagt, kostet
Geld, das bei Bildung, Forschung und der Entlastung der Arbeit fehlt.
Generationengerechtigkeit heißt, diese Rechnung nicht einfach
weiterzureichen", so Fröschl .

Antrittsalter und Beschäftigung gehören zusammen

Für die Junge Industrie sind das Antrittsalter und die
Beschäftigung Älterer zwei Seiten derselben Medaille. "Wer länger
gesund lebt, kann auch länger einen Beitrag leisten. Leistung muss
sich lohnen - auch für jene, die über das Pensionsalter hinaus
arbeiten wollen", sagt Fröschl . Die JI fordert, das gesetzliche
Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, um
das faktische Antrittsalter effektiv zu heben, Anreize für den frühen
Ausstieg abzubauen und das Weiterarbeiten attraktiver zu machen. Die
Aktivpension war dafür ein erster Schritt, dem substanzielle Reformen
folgen müssen. Zudem braucht es eine Stärkung der zweiten und dritten
Säule, allen voran mit der Wiedereinführung einer Behaltefrist.

"Wir wollen keinen Konflikt zwischen den Generationen, sondern
ein Pensionssystem, auf das sich auch die Jungen noch verlassen
können. Dafür braucht es jetzt den Mut, das Notwendige zu tun - und
nicht nur das Populäre", so Fröschl abschließend.

Rückfragehinweis:
Junge Industrie
Benjamin Carl-Arthur Frormann, MAIS
Telefon: +43 1 711357556
E-Mail: benjamin.frormann@iv.at
Website: https://jungeindustrie.iv.at

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