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Chartanalyse Hannover Rück: Gelingt jetzt der nachhaltige Sprung über die Abwärtstrendlinie?

Artikel, Chartanalysen Wolfgang Zussner 75 Leser

Hallo Trader und Investoren,

heute werfen wir einen Blick auf die Aktie der Hannover Rück. Das Versicherungsunternehmen ist mit über 31 Mrd. Euro an der Börse bewertet.

Die Aktie der Hannover Rück (HNR1) notiert oberhalb der 40-Wochenlinie, welche im langfristigen Bild als dynamische Unterstützung dient. Nach einer Konsolidierungsphase im Jahr 2025 sahen wir gerade einen dynamischen Ausbruchsversuch über die Abwärtstrendlinie, welcher aber scheiterte. Der Bereich zwischen 261 und 268 Euro ist die entscheidende Hürde. Sollte es zu einem Rücksetzer kommen, bietet die Zone zwischen 235 und 243 Euro einen massiven Boden. Das MACD-Histogramm ist im positiven Bereich und steigt leicht an. Das deutet auf ein zunehmendes bullisches Momentum hin. Der Slow Stochastik-Indikator notiert im oberen Bereich, ist aber noch nicht überkauft. Es ist noch Luft nach oben, bevor eine Überhitzung droht. Wenn der Kurs das Rekordhoch nachhaltig überwindet, wird der Weg Richtung 300 Euro technisch frei.

Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg bei einem WSK über 261 Euro, SL unter 235 Euro.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer will nach seinem Rekordgewinn 2025 eine noch höhere Dividende ausschütten. Je Aktie soll es 12,50 Euro geben. Im vergangenen Jahr fuhr die Hannover Rück trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien einen Gewinn von 2,64 Mrd. Euro ein. Für 2026 wird ein Jahresgewinn von mindestens 2,7 Mrd. Euro angepeilt. Berenberg hat das Buy-Rating bestätigt und das Kursziel von 312 auf 330 Euro angehoben. Unterdessen stellt sich der Vorstand darauf ein, dass der Krieg am Persischen Golf und im Nahen Osten zu Versicherungsschäden in den Bereichen Luftfahrt und Transport führt. Je nachdem, wie lange der Krieg anhält, könnten bei der Hannover Rück die Warenkreditversicherung und die Deckung politischer Risiken von den Kriegsfolgen betroffen sein. Berenberg traut dem Rückversicher zu, mit dieser Phase besser umzugehen als viele Wettbewerber.