Chartanalyse SAP: „Sell-off“ als ultimative Einstiegschance?
Hallo Trader und Investoren,
heute werfen wir einen Blick auf die Aktie von SAP. Der Softwareriese ist mit 196 Mrd. Euro an der Börse bewertet.
Nach dem Erreichen des Rekordhochs bei 283,50 Euro ist die Aktie von SAP (SAP) in eine deutliche Korrekturphase übergegangen und hat rund 40 % eingebüßt. Der Kurs hat aktuell eine technisch wichtige Marke erreicht. Die horizontale Unterstützung bei rund 163 Euro trifft auf die 200-Wochenlinie. Dieser gleitende Durchschnitt gilt langfristig als „eiserne Reserve“ der Bullen. Ein Abprallen nach oben würde das langfristige Aufwärtsszenario bestätigen. Der jüngste Abverkauf war von erhöhtem Volumen begleitet, was auf einen finalen „Sell-off“ hindeuten könnte. Ein nachhaltiger Bruch der 200-Wochenlinie wäre ein deutliches Warnsignal für einen Einbruch in Richtung der 120-Euro-Marke. Der Slow Stochastik-Indikator befindet sich im überverkauften Bereich. Das deutet darauf hin, dass die Korrektur reif für eine technische Gegenreaktion ist.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg, SL unter 160 Euro.

Nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen stürzte die Aktie von Europas größtem Softwareunternehmen ab. Trotz der aktuell trüben Aussichten setzt SAP-Chef Klein beim Umsatz auf eine weitere Beschleunigung sowie eine Ausweitung der Profitabilität. „SAP Business AI ist zu einem wichtigen Wachstumstreiber geworden und bereits in zwei Drittel unserer Cloud-Vertragsabschlüsse im 4. Quartal enthalten“. Im letzten Quartal waren einige große Deals in der Vertriebspipeline, die wegen ihrer Komplexität länger in der Umsetzung brauchen und daher erst später einen Großteil der Umsätze erzeugen. Der Produktumsatz mit Cloudsoftware und herkömmlichen Lizenzen soll 2026 währungsbereinigt um 12 bis 13 % zulegen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll um 14 bis 18 % steigen. Das Dax-Schwergewicht will über 2 Jahre bis zu 10 Mrd. Euro in Aktienrückkäufe stecken.