First Solar – Langfristig führt auch in den USA kein Weg an regenerativen Energien vorbei.
Auch wenn die USA unter Donald Trump wahrlich keine Freunde erneuerbarer Energien sind und die Subventionen dafür zusammengestrichen haben, wird langfristig laut Focus Money (Ausgabe 15/2026) die Notwendigkeit des Ausbaus von Solar- und Windenergie die Energiepolitik des Landes wieder einholen und Unternehmen wie First Solar [WKN: A0LEKM, ISIN: US3364331070] ein starkes Comeback feiern.
Allein der massive Ausbau der Kapazitäten für KI-Rechenzentren werde den Strombedarf stark steigern. Noch setze die USA auf ein Comeback der Atomenergie, um den Bedarf zu decken. Doch noch müsse abgewartet werden, wann die neue Generation von Reaktoren überhaupt in Betrieb gehe.
First Solar sei eigenen Aussagen zufolge Amerikas führendes Unternehmen im Bereich der Fotovoltaik (PV) und der einzige Anbieter aus den USA, der weltweit zu den größten Herstellern von Solaranlagen zählt.
Spezielle Dünnschicht-PV-Technologie mit Vorteilen in der Produktion und beim CO2-Fußabdruck
Der Fokus von First Solar liege auf einer speziellen Dünnschicht-PV-Technologie und nicht auf den herkömmlichen kristallinen Silizium-PV-Modulen. Der Vorteil: die Dünnschichtmodule brauchen nur einen Bruchteil der sonst nötigen Halbleiter. Zudem sei die Herstellung ressourcenschonender, weil weniger Energie und Wasser nötig seien. Der CO2-Fußabdruck sei 2,5-mal geringer als bei herkömmlichen Silizium-Modulen.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2025 habe First Solar den Umsatz um 24 % auf 5,2 Mrd. USD steigern können. Der Gewinn verbesserte sich um 18 % auf 14,21 USD je Aktie. Enttäuschend sei jedoch der Ausblick mit einem Umsatz zwischen 4,9 und 5,2 Mrd. USD ausgefallen.
Mittelfristig sei First Solar aber auf eine steigende Nachfrage gut vorbereitet. In 2025 habe der Konzern ein neues Werk in Louisiana in Betrieb genommen. Außerdem sei der Bau einer weiteren Produktionsstätte in South Carolina angekündigt worden. Auch wenn die jüngsten Geschäftszahlen nicht positiv vom Markt aufgenommen worden seien, stelle der jüngste Kursrückgang eine Kaufgelegenheit dar. Focus Money rät mit einem Kursziel von 200 Euro zum Kauf (18 % Potenzial).

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