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Drei Momentum-Aktien mit klarer Story – aber sehr unterschiedlichem Risiko-Profil

Artikel, Aktien-Screener Jonas Research 141 Leser

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotz geopolitischer Unsicherheit, höherer Ölpreise und schwächerer Arbeitsmarktdaten weiterhin erstaunlich robust. Für die kommenden Monate dürften die Entwicklung am Arbeitsmarkt, die Energiepreise und der geldpolitische Kurs der Fed über die Marktrichtung entscheiden. Gleichzeitig rückt jedoch auch das Risiko steigender Ölpreise wieder verstärkt in den Fokus der Anleger.

Um unabhängig von der Marktsituation immer die stärksten Aktien zu finden, eignet sich ein systematisches Screening nach Aktien mit hohem Handelsvolumen und Kursmomentum. In diesem Artikel zeigen wir euch, wo ihr im TraderFox-Trading-Desk ein solches Screening findet und welche Aktien nun genauer beobachtet werden sollten.

So findet ihr Aktien mit hohem Kurs- und Volumenmomentum


Für unsere Suche nach den besten Aktien verwenden wir den Screener im TraderFox Trading-Desk auf desk.traderfox.com. Ihr findet alle TraderFox-Screener mit einem Klick auf die obere Menüleiste. Nachdem sich das Fenster mit der Übersicht geöffnet hat, wählen wir den Screener „Kurs- und Volumenmomentum letzte 4 Wochen“ für die 2.000 volumenstärksten US-Aktien.

Aktien-Screening für Kurs- und Volumenmomentum letzte 4 Wochen

Aktien-Screening für Kurs- und Volumenmomentum letzte 4 Wochen auf desk.traderfox.com

Mit dem Template werden alle Aktien berücksichtigt, die unter hohem Handelsvolumen in den letzten 20 Handelstagen angestiegen sind. Es werden folgende Screening-Filter verwendet:

  • Volumenindikator (langer GD: 200, kurzer GD 20): > 100 % (Das durchschnittliche Handelsvolumen in den letzten 20 Tagen ist um 100 % höher als das durchschnittliche Handelsvolumen der letzten 200 Tage)
  • Performance 20 Tage > 20 %

Diese Aktien zeigen in den letzten 4 Wochen hohes Kurs- und Volumenmomentum

Diese Aktien zeigen in den letzten 4 Wochen hohes Kurs- und Volumenmomentum

Um alle Screening-Funktionen des TraderFox Trading-Desk nutzen zu können, empfehlen wir das Abo „TraderFox Börsensoftware“. Eine Übersicht aller Produkte findet ihr auf traderfox.com. Um die Gründe für das starke Kursverhalten zu verstehen, schauen wir uns nun die Aktien von Cracker Barrel, Seneca und Anterix etwas genauer an.

Cracker Barrel weckt Turnaround-Hoffnung trotz schwächerer Quartalszahlen


Cracker Barrel Old Country Store Inc. (ISIN: US22410J1060) betreibt in den USA Restaurants mit angeschlossenem „Old Country Store“, also einer Mischung aus gutbürgerlichem Restaurant und Einzelhandelsladen. Neben dem Restaurantbetrieb verdient Cracker Barrel also zusätzlich Geld mit dem Verkauf von Dekoartikeln, Süßwaren und Kleidung. Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und ging im November 1981 an die NASDAQ.

Am 09.06.2026 legte das Unternehmen die Zahlen für das Q3 2026 vor. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 797 Mio. USD, weil sowohl die vergleichbaren Restaurantumsätze als auch die vergleichbaren Einzelhandelsumsätze leicht zurückgingen. Der um den einmaligen Vergleichsgewinn (Rechtsstreit) bereinigte Nettogewinn fiel ebenfalls deutlich um 50 % auf 0,29 USD je Aktie.

Cracker Barrel Chart

Tageschart der Cracker Barrel-Aktie (Quelle: TraderFox Trading-Desk)

Trotz des Rückgangs reagierten Anleger jedoch positiv, da statt des erwarteten Verlusts ein bereinigter Gewinn gemeldet wurde und das Unternehmen seine Jahresprognose für Umsatz und bereinigtes EBITDA deutlich anhob. Der Markt erkennt darin ein echtes Turnaround-Signal und hofft nach den Markenproblemen darauf, dass die Kostensenkungen und operativen Verbesserungen greifen.

Cracker Barrel Dividendencheck

Quelle: TraderFox Dividenden-Check

Fazit: Cracker Barrel bleibt trotz rückläufiger Umsätze und schwächerer bereinigter Gewinne eine interessante Turnaround-Spekulation. Für Dividenden-Anleger könnte die Aktie ebenfalls attraktiv sein, sofern das Unternehmen seine Ertragskraft stabilisiert und die Ausschüttungen aus dem laufenden Geschäft zuverlässig finanzieren kann. Entscheidend wird nun sein, ob Cracker Barrel nicht nur Kosten senkt, sondern auch wieder mehr Gäste in die Restaurants und Kunden in die angeschlossenen Läden bringt.

Seneca profitiert von Green Giant und normalisierten Kosten


Seneca Foods Corp (ISIN: US8170705011) ist ein US-Lebensmittelverarbeiter, der Obst und Gemüse konserviert, tiefkühlt, abfüllt und verpackt. Das Unternehmen arbeitet als Produktions- und Verpackungspartner für Händler, Lebensmittelservice, Eigenmarken und bekannte Marken wie Libby’s oder Aunt Nellie’s. Seneca wurde 1949 gegründet und ist an der NASDAQ notiert.

Die Ergebnisse für das Q4 2026 wurden am 11.06.2026 veröffentlicht. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 14 % auf 394 Mio. USD, was insbesondere auf höhere Absatzmengen zurückzuführen ist. Der Nettogewinn explodierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 0,09 auf 3,69 USD je Aktie, insbesondere aufgrund deutlich besserer Bruttomargen durch normalisierte Ernte- und Produktionskosten.

Seneca Foods Chart

Tageschart der Seneca-Aktie (Quelle: TraderFox Trading-Desk)

Die Aktie konnte nach den Ergebnissen kräftig steigen und ein neues Allzeithoch erklimmen. Positiv fiel die deutliche Verbesserung der Bruttomarge von 4,5 % auf 11,2 % auf. Neben der Normalisierung der Ernte- und Produktionskosten zeigt sich auch die Übernahme des US-Tiefkühlgeschäfts von Green Giant positiv in den Geschäftsentwicklungen.

Seneca Foods Dividendencheck

Quelle: TraderFox Wachstums-Check

Fazit: Seneca Foods überzeugt derzeit mit starkem Umsatzwachstum, einer deutlichen Margenerholung und einem außergewöhnlich starken Gewinnsprung. Die Aktie profitiert davon, dass der Markt die normalisierten Ernte- und Produktionskosten sowie die Green-Giant-Übernahme als nachhaltige Wachstumstreiber bewertet.

Anterix überzeugt mit neuen Versorgerverträgen und Frequenzfantasie


Anterix Inc. (ISIN: US03676C1009) besitzt und vermarktet lizenzierte 900-MHz-Funkfrequenzen in den USA, die primär Energieversorgern und kritischer Infrastruktur für private LTE-Netze dienen. Das Unternehmen wurde 1997 als Pacific DataVision gegründet und 2019 in Anterix umbenannt. Die Aktie wurde 2015 an der NASDAQ gelistet.

Am 10.06.2026 meldete das Unternehmen die Zahlen für das Q4 2026. Der ausgewiesene Spectrum-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 41 % auf 2,0 Mio. USD, blieb damit aber weiterhin gering. Der Nettogewinn verdoppelte sich ungefähr um 101 % auf 18,5 Mio. USD, stammte jedoch insbesondere aus Gewinnen aus dem Verkauf und Tausch immaterieller Vermögenswerte.

Anterix Chart

Tageschart der Anterix-Aktie (Quelle: TraderFox Trading-Desk)

Neben den positiven Zahlen meldete das Unternehmen zudem die strategische Bestätigung des Geschäftsmodells. Bereits im Februar hatte die Federal Communications Commission (FCC) die Ausweitung des 900-MHz-Breitbandsegments von 6 auf 10 MHz erlaubt. Zudem meldete Anterix neue Spektrumverträge mit Versorgern im Umfang von rund 24 Mio. USD.

Anterix Dividendencheck

Quelle: TraderFox Wachstums-Check

Fazit: Anterix zeigt nach den jüngsten Zahlen und der FCC-Entscheidung etwas mehr Substanz, weil das Geschäftsmodell durch zusätzliche Frequenznutzungsmöglichkeiten und neue Verträge mit Versorgern greifbarer geworden ist. Gleichzeitig bleibt die Aktie sehr spekulativ, da die laufenden Umsätze noch niedrig sind und ein großer Teil des Gewinns aus nicht regelmäßig wiederkehrenden Effekten rund um immaterielle Vermögenswerte stammt.

Wir wünschen euch viel Erfolg für euer Handeln an den Kapitalmärkten!


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