Krones – Weltmarktführer für Abfüll- und Verpackungsanlagen mit hohem Potenzial.
Maschinenbauer wie Krones [WKN: 633500, ISIN: DE0006335003] bewegen sich laut Börse Online (Ausgabe 30/2026) derzeit in einem Wechselbad der Gefühle. Einerseits leidet die Branche unter einer Konjunkturflaute, andererseits gibt es einen Strukturboom. Jetzt gibt es erste Anzeichen, die für eine Wiederbelebung des operativen Geschäfts sprechen.
Krones habe aufgrund von Währungseffekten im 1. Quartal 2026 rund 50 Mio. Euro Umsatz eingebüßt und leide unter der wachsenden Konkurrenz aus China. Dennoch sei davon auszugehen, dass die strukturellen Treiber intakt sind.
Globaler Wachstumsmarkt im Bereich Getränkeabfüllung und -Verpackung weiterhin intakt
Laut GlobalData werde das globale Volumen abgepackter Getränke von 1.500 Mrd. Litern in 2025 auf 1.620 Mrd. Liter im Jahr 2028 zulegen. Wachstumstreiber seien das Bevölkerungswachstum und die Zunahme der Mittelschicht in Asien und Afrika.
Krones habe eine Marktposition inne, die nahezu unangreifbar erscheine. Bei Krones handelt es sich um den weltweit größten Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen sowie um einen Komplettanbieter für die gesamte Prozesstechnologie von Abfüllung über Intralogistik bis PET-Recycling. 25 % aller Getränkebehälter weltweit werden in einer Krones-Anlage befüllt.
Geschäftszahlen zeigen Stärke, doch die Aktie wird in Sippenhaft genommen
Im Geschäftsjahr 2025 habe Krones den Konzernumsatz um 7 % auf 5,66 Mrd. Euro gesteigert und beim EBITDA einen überproportionalen Anstieg um 12,2 % auf 602 Mio. Euro realisiert. Im 1. Quartal 2026 habe man ein Wachstum von 5,3 % auf 1,51 Mrd. Euro beim Auftragseingang verzeichnet.
Mit einem Auftragsbestand von über 4,3 Mrd. Euro dürfe Krones bis weit ins vierte Quartal ausgelastet sein. In den ersten drei Monaten habe die EBITDA-Marge trotz geopolitischer Spannungen auf 10,8 % zulegen können.
Bewertung mit einem 2027er-KGV um 10 deutlich günstiger als Peer-Group-Median
Mit einem KGV von rund 10 für das Jahr 2027 liege die Bewertung deutlich unter dem Peer-Group-Median von 15,4. Auf der Hauptversammlung habe Krones die Mittelfristziele bis 2028 bestätigt. Es werde ein Umsatz von 7 Mrd. Euro und eine EBITDA-Marge zwischen 11 und 13 % erwartet.
Auch wenn Krones von der allgemein trüben Stimmung im Maschinenbau in Sippenhaft genommen worden sei und rund 35 % unter dem Jahreshoch notiere, bleibe festzuhalten, dass der Konzern strategisch bestens positioniert sei.
Angesichts von Investitionen seitens Getränkeherstellern weltweit in effizientere, energiesparende Abfüll- und Verpackungslinien dürfe Krones mittel- bis langfristig als Komplettanbieter seine Stärke ausspielen.
Mit einem hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen aus Wartung, Ersatzteilen und Digitalisierung verfüge man über einen Stabilisator der Marge. Durch PET-Recycling erschließe man sich zusätzliche Wachstumspfade, denn die Kreislaufwirtschaft werde vom regulatorischen Muss zu einem Investitionsmotor. Börse Online rät Anlegern, die einen defensiven Endmarkt mit Wachstum suchen, mit einem Kursziel von 151,50 Euro zum Kauf (35 % Potenzial).

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