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Nach Netflix-Fiasko: Wie hat sich Disney geschlagen?

Artikel, Hot-News David Engelhardt 482 Leser

Nach dem Netflix Desaster warteten Anleger und Investoren gespannt auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen des US-Konzerns Walt Disney.

Das Medienunternehmen aus Kalifornien stieg erst Ende 2019 in das Streaming-Geschäft ein und konnte seitdem rasch aufholen. Serien aus dem Star-Wars-Universum oder diverse Marvel-Filme sorgten für steigende Nutzerzahlen über die letzten Jahre. In Summe konsumieren rund 138 Millionen Abonnenten regelmäßig Inhalte auf Disney Plus. Allein im zweiten Quartal sind fast acht Millionen neue Zuschauer hinzugekommen. Das übertraf die Schätzungen der Analysten. Auf Jahressicht wuchsen die Abonnenten sogar um +33 %.

Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer erhöhte sich um 5 % auf 6,32 USD. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im abgelaufenen Quartal um 23 % auf 19,25 Mrd. USD. Die Analysten hatten mit 20 Milliarden gerechnet. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 1,08 USD, während die Schätzungen bei 1,19 USD lagen. Das Umsatzwachstum war auch auf die Freizeitparks zurückzuführen, welche nach der Corona-Pandemie in einigen Ländern wieder öffnen durften. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich der Umsatz des Parkgeschäfts um 100 % auf 6,7 Mrd. USD.                                                                     

Der Gewinn des Konzerns halbierte sich hingegen auf 470 Millionen Dollar, was unter anderem an Steuererhöhungen und Ausgaben lag.

Bis Ende des Geschäftsjahres 2024 möchte der Konzern auf 230 bis 260 Millionen Abonnenten anwachsen.  

Das Produktportfolio von Disney ist breit. Neben den Freizeitparks und dem Filmgeschäft inklusive Streaming-Angebot, werden auch Kreuzfahrtschiffe sowie diverse Fernsehkanäle betrieben.

Der Branchenprimus Netflix verlor im ersten Quartal etwa 200.000 Kunden. Das bereitete vielen Anlegern Sorge, dass sich ein ähnliches Szenario bei Walt Disney einstellen und der Streaming-Boom abflauen könnte. Das Wettbewerbsumfeld ist mit Amazon, Apple, Paramount, Netflix und Disney stark umkämpft.


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