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Neue Corona-Variante jagt Börsianern Angst ein

Artikel, Kommentare Tim Schäfer 1.178 Leser

Liebe Leser,

die neue Corona-Variante Omikron sorgt für Unsicherheit. Airlines, Kreuzfahrtschiffe, Boeing, Airbus gehen in den Sinkflug über. Die Ölpreise brechen ein. Onlineshops, Softwarefirmen, Biotech machen dagegen Freudensprünge. In Summe sind die Börsen aber in ängstlicher Stimmung.

Meine Shoppingliste wird in solchen Zeiten länger. Du kannst schön per Sparplan deine ETF- oder Aktienkäufe automatisiert fortsetzen. Aber erinner dich an den Covid-Rutsch im März 2020. Anleger sagen gerne: „Ja, wenn die Börsen beben, ist das großartig. Dann sind Aktien im Sonderangebot. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Als der S&P 500 auf 2.300 rauschte, waren die meisten in Panik: „Alles verkaufen. Die Börse ist dem Untergang geweiht!“ Jeder, der zum Einstieg seinerzeit riet, wurde als Trottel abgestempelt. Gegen die Strömung zu schwimmen ist schwierig.

Ich werde oft gefragt, wie man Tausendprozenter erwischt. Ein Crash ist eine schöne Ausgangssituation. Dann deckst du dich ein und lässt die Aktien liegen. Amerikaner nennen solche Aktien Tenbagger. Geprägt hat den Begriff Börsenlegende Peter Lynch, der etliche Wunderaktien in seinem Fonds hatte.

Lynch setzte auf Mittelständler, die um 20 bis 40 % ihren Umsatz ausbauten. Das war bei Microsoft, Alphabet, Facebook, Amazon, Netflix so. Auch legten lange Zeit Starbucks, Monster Beverage, Lowe’s und Home Depot kräftig zu. Wer früh investiert hat, machte einen Reibach. Wir haben in der heutigen Ausgabe Aktien herausgefiltert, die ins Beuteschema von Lynch passen. Darunter ist der Diät-Konzern Medifast, der Holzfabrikant UFP Industries, der elektrische Baudienstleister MYR Group und der Chip-Zulieferer Teradyne.

Natürlich wird nicht jede Aktie mit „Buy and Hold“ zu einer Kursrakete. Die wenigsten werden es. Die meisten entwickeln sich lausig. Einige scheitern. Andere werden übernommen. Fehler lassen sich nicht vermeiden. Selbst Warren Buffett, Lynch, John Templeton machten Fehler. Wer bequem investieren will, macht es über ETFs. So kannst Du Dich reich sparen und musst Dir nicht ständig den Kopf zerbrechen.

Endlich sind die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen. Was ich gut finde, ist die Legalisierung von Cannabis. Alkohol richtet mehr Schäden an: Krankheiten, Zerstörung, Unfälle, Kriminalität. Cannabis erscheint im Vergleich eher harmlos zu sein. Die Legalisierung macht Sinn, weil es ohnehin konsumiert wird. Also warum es nicht besteuern und ein Einkommen für den Staat schaffen, statt Millionen für die Überwachung (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte) zu verpulvern? Auch nimmt man den Dealern Geschäft weg.

Warum regen sich so viele über Haschisch auf, nicht aber über Alkohol? Frag einen Polizisten, was er bevorzugt, wenn er mit dem Problem zu tun hat.

 

Thema aktien Magazin Nr. 22 / 2021



Die Titel, die wir in dieser Ausgabe des aktien Magazins besprechen wurden mit Hilfe unserer Screener-Software https://rankings.traderfox.com gefunden. Wir verwendeten dabei ein Regelwerk, das sich an der Philosophie von Peter orientiert.

Der vermutlich erfolgreichste Aktiensammler aller Zeiten ist der aus Boston stammende Peter Lynch. Er übernahm 1977 als verantwortlicher Fondsmanager den Magellan Fund. Von 1977 bis 1990 gelang ihm mit diesem breit gestreuten Fonds eine Durchschnittsrendite von 29,2 % pro Jahr. Zum Vergleich: Der S&P 500 erzielte im Vergleichszeitraum eine Rendite von nur etwa 10 % pro Jahr. Unter seiner Federführung wuchs das Anlagevermögen des Magellan Fund von 18 Mio. auf 14 Mrd. USD an und beinhaltete am Ende mehr als 1.000 unterschiedliche Aktien.Peter Lynch hat als Ziel sogenannte Tenbagger-Aktien zu finden, also Aktien, die sich verzehnfachen können. Er kauft erfolgreiche und moderat bewertete Firmen und gibt diesen dann mindestens 3 Jahre Zeit, um sich zu entwickeln.


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Bildherkunft: TraderFox