Sto – Dämmstoffspezialist mit Anzeichen für die Trendwende.
Nachdem bei Sto Vz. [WKN: 727413, ISIN: DE0007274136] laut Börse Online (Ausgabe 42/2026) im letzten Jahr eine schwache Baukonjunktur, teure Rohstoffe und die lahmende China-Sparte für ein Kursminus von 17 % sorgten, zeigen sich jetzt vermehrt Anzeichen für eine Trendwende beim Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) aus dem Schwarzwald.
Sto habe Produkte für Fassaden, Beschichtungen und für den Innenraum im Portfolio und decke ein breites Spektrum an Anwendungsbereichen bei Wärmedämmung ab. Sowohl bei Handwerkern als auch bei Planern sind die Produkte beliebt.
An den Halbjahreszahlen lasse sich jetzt die operative Wende nach der Schwächephase ablesen. Der Umsatz sei um 3,7 % auf 805,5 Mio. Euro gesteigert worden, obwohl das Wetter die ersten drei Monate schwächer ausfallen hatte lassen.
Satter Abschlag des Marktführers zur durchschnittlichen Branchenbewertung
Dementsprechend deutlich habe der Umsatz im 2. Quartal um 7,7 % zugelegt. Das Betriebsergebnis sei überproportional um 20 % auf 30,5 Mio. Euro gestiegen und die Marge 3,8 % erreicht.
Auch wenn Sto die Trendwende eingeleitet haben müsste, sei der Titel im Branchenvergleich weiterhin günstig. Bei Baustoffkonzernen werde üblicherweise ein EV/EBIT von rund 15 angesetzt. Doch bei Sto betrage dieser Wert gerade einmal 7,5.
Mit einer starken Bilanz, einem Nettofinanzguthaben von 100 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 63 % verfüge Sto über den nötigen Spielraum, um Gelegenheiten für Zukäufe jederzeit wahrnehmen zu können. Auf Fremdkapital müsse man wahrscheinlich nicht zurückgreifen.
Wer ein Haar in der Suppe suchen wolle, finde es beim operativen Cashflow. Im 1. Halbjahr sei der Wert auf minus 19,2 Mio. Euro abgesackt. Verantwortlich dafür sei gewesen, dass Sto die Lager mit Rohstoffen aufgefüllt habe, um Sicherheit aufgrund weiterer Steigerungen durch den Iran-Krieg zu haben.
Dazu leide das operative Geschäft von Sto unter der anhaltenden Immobilienkrise in China. Das hinreichend bekannte Problem dürfte aber längst im Aktienkurs eingepreist sein. Belebend dürfe hingegen die Situation der deutschen Baubranche sein. Börse Online rät mit einem Kursziel von 135 Euro zur Trendwende-Spekulation bei dem Wert aus der Baubranche (35 % Potenzial).

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